
Pferde
Pferde – sie erinnern uns an das, was wir vergessen haben
Seit meiner Kindheit berühren mich Tiere auf eine ganz besondere Weise. Ihre unmittelbare Präsenz, ihre Offenheit und ihr selbstverständliches So-Sein entlocken mir immer ein Lächeln und schenken mir innere Leichtigkeit.
Mein Weg zu den Pferden begann 1996. Schon bei meinen ersten Begegnungen durfte ich erfahren, wie fein ich ihre körperlichen und emotionalen Befindlichkeiten wahrnehmen kann. Diese besondere Verbindung führte mich zur therapeutischen Arbeit mit Pferden und zur Cranio-Sacral-Therapie.
Mit den Jahren veränderte sich mein Blick auf die Pferde grundlegend. Ich begann immer deutlicher zu erkennen, wie sehr wir Menschen ihre Bedürfnisse und ihr Wesen oft durch unsere eigenen Vorstellungen begrenzen. Daraus entstand der Wunsch, Pferden wirklich auf Augenhöhe zu begegnen. Frei von Erwartungen, Leistungsansprüchen und dem Bedürfnis, etwas erreichen zu müssen.
Inspiriert durch Dr. Maksida Vogt fand ich den Mut, meinen bisherigen Weg loszulassen und eine neue Form der Begegnung zu entdecken: ein freiwilliges Miteinander, in dem Pferde einfach Pferde sein dürfen und wir Menschen ihnen mit Offenheit, Achtsamkeit und echtem Interesse begegnen.
Heute fasziniert mich, wie viel wir von Pferden lernen können. Sie leben im gegenwärtigen Moment, spüren ihren Körper und folgen ihrem eigenen Rhythmus von Nähe und Rückzug, Aktivität und Ruhe. Sie zeigen uns, wie wertvoll es ist, sich selbst treu zu bleiben und zugleich in echter Verbindung mit anderen zu sein.
Pferde müssen uns nichts beibringen und doch erinnern sie uns an etwas Wesentliches: an unsere eigene Lebendigkeit, an das Vertrauen in unser Empfinden und an die Freiheit, einfach wir selbst zu sein.
Meine Herzensangelegenheit ist es, Räume für diese besondere Begegnung zu öffnen. Räume, in denen Mensch und Pferd einander frei und ohne Erwartungen begegnen dürfen und in denen aus echtem Wahrnehmen, gegenseitigem Respekt und Verbundenheit etwas Neues entstehen kann.